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Regie · Horatiu Malaele
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Regie:


HORATIU MALAELE


BIOGRAFIE

Stille Hochzeit Regisseur

Der 1952 geborene
Malaele ist einer der bekanntesten
Schauspieler und Theaterregisseure Rumäniens. Schon seit mehr als zehn Jahren arbeitet er am renommierten Teatrul Bulandra in Bukarest, vergleichbar etwa mit dem Théâtre de l’Odéon in Paris. Hier inszeniert und spielt er die Werke großer Schriftsteller, von Tschechow und Goldoni über Ionesco bis Molière. Im Laufe seiner Karriere hat Malaele bislang in mehr als 50 rumänischen Filmproduktionen mitgespielt und war 2002 unter anderem in DER STELLVERTRETER von Costa Gavras zu sehen. Er hat sich außerdem als begabter Karikaturist einen Namen gemacht. Seine ca. 3.000 Portraits wurden bereits in über 30 Ausstellungen in Rumänien und anderen Ländern präsentiert. STILLE HOCHZEIT – ZUM TEUFEL MIT STALIN! ist sein erstes Werk als Filmregisseur.
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INTERVIEW

Ihre Karriere als Schauspieler und Theaterregisseur läuft äußerst erfolgreich. Warum haben sie sich jetzt dazu entschlossen, sich auch als Filmregisseur zu versuchen?


Ich bin der Meinung, dass Schauspieler, Bühnenbildner, Schriftsteller, Maler, Dichter, Choreographen und Regisseure allesamt, metaphorisch gesprochen, im gleichen Stadtteil wohnen. Wie vor langer Zeit schon Pier Paolo Pasolini einmal sagte: „Wir sind zwar nicht besonders viele, aber wir kommen alle aus Athen.“ Ein Umzug von einem Haus in ein anderes, von einer Wohnung in eine andere, also von einem künstlerischen Bereich in einen anderen, ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Zeit und Glück. Ich hatte einfach den Wunsch, diese Geschichte, eine wahre Geschichte, zu erzählen. Sie spielt im „Ostblock“, in einer Zeit als die Menschheit sich in einem seltsamen und unerklärlichen Dämmerzustand befand. Es ist im Grunde aber unwichtig, wo genau diese Tragödie in Rumänien stattfand, denn sie hätte an jedem Ort in diesem Teil der Welt passieren können. Ich habe einigen Regisseuren die Geschichte erzählt, aber mich schließlich dazu entschlossen, sie selbst umzusetzen. Das Drehbuch erhielt dann eine Auszeichnung des rumänischen nationalen Kino-Zentrums, wir konnten ein kleines Budget zusammenstellen und schon ging es los.


Ist die zentrale Szene, die ja auch dem Film seinen Titel gibt, als eine Art Metapher für die Situation von Rumänien zu verstehen, das lange Zeit durch das kommunistische Regime zum Schweigen verurteilt war?


Nein, denn Rumänien hat nie wirklich geschwiegen. Das Recht, seine Meinung laut und offen sagen zu dürfen, war zwar aufgehoben worden, aber die Rumänen haben dafür einfach umso mehr geflüstert! Natürlich hat man darunter gelitten, aber die Rumänen haben nie ihren Sinn für Humor verloren. Das ist das Paradoxe: Je mehr das Land unterdrückt wurde, umso mehr wuchs der schwarze Humor der rumänischen Bevölkerung.


Warum haben sie als Zeitrahmen der Geschichte ausgerechnet den Tod Stalins im Jahr 1953 gewählt? Eigentlich könnte man denken, dass sich ab diesem Zeitpunkt die Situation im Land verbessert hat …


Ganz im Gegenteil. Es regierte das Motto: “Der König ist tot, es lebe der König!“ Der alte Unterdrücker war nur durch einen anderen ersetzt worden, Angst und Schrecken hatten lediglich ein neues Gesicht bekommen. Ich habe diese Zeit zwar nicht mehr selbst miterlebt, aber mein Vater, der vor zwei Jahren gestorben ist, hat mir viel davon erzählt.


Welchen Stil wollten Sie mit ihrem Film vermitteln?


In jedem Bereich, in dem ich bislang gearbeitet habe, habe ich mich immer dagegen gewehrt, durch einen bestimmten Stil, einen Trend oder ein Dogma eingeengt zu werden. Denn der jeweilige Inhalt bestimmt die Form und jede Geschichte findet ihren ganz eigenen Ton. Dabei können sich die Tonlagen aber ständig verändern, weil ja auch das Leben nie immer nur in den gleichen Bahnen verläuft. Daher wechselt auch der Film vom Tragischen zum Komischen, vom Realen zum Fantastischen. Ich habe ein Faible für expressionistische Filme, diese gewisse Art von „fantastischem Realismus“. Wenn man aber einen Schriftsteller wie beispielsweise Gabriel Garcia Marquez dazu befragt, dann bezeichnet er sich selbst ganz einfach als „Realisten“. Vielleicht vergisst man im westlichen Europa manchmal, dass Rumänien das Land von Ionesco, Cioran, Mircea Eliade oder Brancusi ist. Wenn Sie aber einmal nach Rumänien kommen, wird ihre erdachte Fantasiewelt Realität werden!


Wie haben Sie die Schauspieler für ihren Film ausgewählt?


Ich kenne alle der Schauspieler schon sehr lange. Mit einigen habe ich zusammen gespielt, mit anderen habe ich als Regisseur gearbeitet. Da wir für die Dreharbeiten nur 26 Tage zur Verfügung hatten und viele Szenen sehr präzise Einstellungen erforderten, war es für mich wichtig und notwendig, mit Schauspielern zusammen zu arbeiten, die ich bereits kannte. Um nur zwei der Schauspieler herauszugreifen: Meda Victor, die die Rolle der Mara spielt, ist eine überaus talentierte Schauspielerin und Tänzerin. Alexandru Potocean, der Iancu spielt, ist ein sehr außergewöhnlicher Schauspieler und war bereits in 4 MONATE, 3 WOCHEN UND 2 TAGE von Cristian Mungiu zu sehen. Meiner Meinung nach steht diesen beiden Schauspielern eine große Karriere bevor.


Wie haben sich die in letzter Zeit häufenden internationalen Erfolge des „neuen“ rumänischen Films auf den Kinofilm allgemein in ihrem Land ausgewirkt?


Die Filme von Mungiu oder Puiu gehören einem Trend an, der bei uns als „minimalistisch“ bezeichnet wird. Diese Filme sind aber nicht einfach aus dem Nichts heraus entstanden. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer lebhaften und traditionsreichen Filmgeschichte, die durch die ungewisse politische Situation in Rumänien aber wenig wahrgenommen wurde. Ihre Entscheidung für diesen Filmstil hat aber zum Teil auch finanzielle Gründe. Mein Film unterscheidet sich aber von deren Stil - vielleicht gehört er ja schon dem nächsten Trend an!

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CAST

Meda Andreea VICTOR
Alexandru POTOCEAN
Doru ANA
Iona ANASTASIA
Alexandru MARIAN BINDEA
Tamara BUCIUCEANU
Tudorel FILIMON
Luminita GHEORGHIU
Serban PAVLU
Victor REBENGIUC
Simona STOICESCU
Valentin TEODOSIU
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CREW

Regie
Drehbuch

Produzent

Co-Produzent

Kamera
Ton

Szenenbild
Schnitt
Musik
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Mara
Iancu
Carnu
Smaranda
Volcu Gogonea
Mama Grigore
Haralamb Vrabie
Fira
Coriolan
Tata Grigore
Marinela
Grigore Aschie





Horatiu Malaele
Horatiu Malaele
Adrian Lustig
lad Paunescu /
Castel Film

Agat Films & Cie
Samsa Film
Vivi Dragan Vasile
Victor Popescu
Tiberiu Borcoman
Mihnea Mihailescu
Cristi Nicolescu
Alexandru Andries
   
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